Der lago Maggiore
Der Lago Maggiore oder Langensee, wie er von den alten Römern genannt wurde, ist mit seinem 170 km Uferumfang und 212 km2 Fläche nach dem Gardasee der zweitgrößte See Italiens. Im Abschnitt zwischen Ghiffa (piemontesisches Ufer) und Porto Valtravaglia (lombardische Ufer) erreicht er eine maximale Tiefe von 370 Metern. Der glaziale See liegt hinter der Alpenkette in einer tektonischen Talspalte.  
Verwaltungsmäßig gehört das nördliche Ufer zum schweizerischen Territorium. Im Piemont, zwischen den Provinzen Verbano-Cusio, Ossola und Novara, liegt das westliche Ufer, der östliche Teil hingegen in der Lombardei in der Provinz Varese.
Er wird von zahlreichen Flüssen gespeist. Zu den wichtigsten Zuflüssen gehören der Tessin, der im Norden zufließt, die Magadino Ebene in der Schweiz durchfließt und im Süden, in Sesto Calende, ausfließt. Ferner die Maggia im schweizerischen Gebiet, der Toce, der vom Ossola-Tal herabfließt, und der Tresa im lombardischen Seeteil.
Zu den ersten Völkern, die sich in dem Gebiet ansiedelten, gehört die Golasecca-Zivilisation aus der frühen Eiszeit. Aufgrund des milden Klimas und der üppigen Vegetation an den Ufern (Oleander, Azalee, Kamelien) war der Lago Maggiore bereits im 19. Jahrhundert ein beliebtes elitäres Ferienziel, wovon die zahlreichen Villen, umgeben von wunderschönen Parks und Gärten zeugen.
Vervollständigt wird dieses wunderschöne “Gemälde“ der Natur durch malerische Ortschaften an den Ufern und charakteristische Orte im Landesinneren, die dazu beitragen, ein Licht-Farben-Spiel und eine romantische Atmosphäre zu schaffen und dieses Gebiet zu einem weltweit bekannten Ferienziel zu machen.